5 Punkte, damit sich Prävention am Arbeitsplatz nicht lohnt

Es gibt ein Präventionsgesetz, Präventionsanbieter, Präventionsmaßnahmen … Aber was ist Prävention? Und lohnt sich Prävention für den Arbeitgeber wirklich? Warum scheitern viele an der Umsetzung? Hier lesen Sie Antworten!

Die Standardformel der gleichnamigen Universität in Kalifornien berechnet bei einem Unternehmen mit 50 Arbeitnehmern einen kalkulatorischen Produktionsausfall von 143.000 € pro Jahr. Bei dieser Berechnung wird vorausgesetzt, dass die Unternehmen keine Prävention betreiben. Die Studie der Universität hatte ergeben, dass 20 % der Arbeitnehmer aufgrund psychischer Belastung 25 % weniger Leistung bringen! Auf den ersten Blick lohnt sich also Prävention in jedem Fall. Trotzdem haben viele Unternehmen ein Problem, Prävention zu organisieren und konsequent zu betreiben. Denn niemand weiß, wie der Erfolg zu messen ist und wann er eintritt. Viele befürchten zudem, dass er durch einen Personalwechsel

In meinem beruflichen Alltag führe ich regelmäßig psychische Gefährdungsbeurteilungen durch und leite daraus die präventiven Maßnahmen ab. Dabei beobachte ich oft, dass diese Planungen wegen grundlegender Fehler nicht wirkungsvoll und korrekt erfolgen. Schon allein deshalb kann eine psychische Prävention meist nicht funktionieren. Diese 5 Kardinalfehler führen zuverlässig dazu, dass Sie nur Geld ausgeben und sich die Prävention nicht lohnt:

  1. Es gibt im Betrieb keine Abläufe, die regelmäßig BGM-Kennzahlen (Kennzahlen des betrieblichen Gesundheitsmanagements) erheben und auswerten.
  2. Es gibt keine betriebliche Gesundheitsstrategie, die festlegt, welche „weichen“ Ziele und welche messbaren Kennzahlen auf welchem Weg erreicht werden sollen.
  3. Es gibt keinen Arbeitnehmer oder Experten, der für die Prävention feste Standards, regelmäßige Termine und klare Abläufe definiert bzw. einhält.
  4. Es werden nur kostenlose oder einmalige Präventionsmaßnahmen durchgeführt, oft subventioniert von einer Krankenkasse.
  5. Es gibt keine Einbindung der psychischen Gefährdungsbeurteilung in die betrieblichen/behördlichen Abläufe.

Wenn Sie mehr zu diesen Punkten wissen möchten, abonnieren Sie doch einfach unseren Fachrundbrief „psychische Gefährdung am Arbeitsplatz“. Gerne schicken wir Ihnen die aktuelle Ausgabe zu. Mehr unter http://www.psychische-gefährdung-portal.de/