BEM: Mit 3 Schritten zu schnellem Erfolg

Immer mehr Arbeitgeber verknüpfen das vom Gesetzgeber geforderte betriebliche Eingliederungs-Management (BEM) mit dem psychischen Arbeitsschutz. Um Zeit und Kosten zu sparen, kann diese Verknüpfung schon mit 3 Schritten realisiert werden. Ich habe Ihnen diese übersichtlich zusammengestellt.

Der Gesetzgeber fordert von dem Arbeitgeber, dass dieser jeden Arbeitnehmer, der in den letzten 365 Tagen mehr als 42 Tage krankgeschrieben war, zu einem betrieblichen Eingliederungs-Gespräch einladen soll. Dabei soll geklärt werden, ob es Verhältnisse gibt, die der Arbeitgeber verändern kann, um weitere Krankheitstage zu vermeiden. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

  1. Sorgen Sie dafür, dass die Arbeitnehmer und die Führungskräfte über den BEM-Ablauf genau informiert sind – noch bevor eine Krankheit und damit verbunden AU-Tage zum Tragen kommen. Verwenden Sie dazu die Informationsbroschüre der deutschen Rentenversicherung. Dadurch vermeiden sie Missverständnisse, Diskussionen und langwierige Aufklärungsgespräche.
  2. Lassen Sie die Führungskräfte die AU-Tage ihrer Arbeitnehmer selbst regelmäßig kontrollieren, in dem Sie den Führungskräften regelmäßig eine Übersicht der AU-Tage zur Verfügung stellen. Schon nach 15 AU-Tagen – über das laufende Jahr gerechnet – sollte die Führungskraft aktiv werden und den Arbeitnehmer ansprechen.
  3. Binden Sie die BEM-Abläufe und BEM-Gespräche in Ihre Arbeits-Sicherheits-Ausschüsse (ASA) mit ein! Auch wenn Sie aus Gründen des Datenschutzes nicht über einzelne Fälle sprechen, sollten trotzdem sich ankündigende BEM-Gespräche eingeplant sein. So erreichen Sie eine permanente Übersicht über die Entwicklung der Langzeit-Kranken – und können dann mit entsprechenden Maßnahmen dagegen steuern. Wenn Sie keinen ASA bei sich haben, weil Sie weniger als 50 Arbeitnehmer beschäftigen, beziehen Sie stattdessen den Betriebsarzt in Ihre BEM-Planungen mit ein.
  4. Tipp: Sie werden feststellen, dass durch die BEM-Berücksichtigung eine ganz andere Effizienz entsteht. Aus der „Ausnahmeregelung BEM“ wird so „Kontrollwerkzeug BEM“. Es lohnt sich also in jedem Fall!