Diese BGM-Kennzahlen sollten Sie unbedingt abfragen

Wie erfolgreich ist es, wenn man präventiv psychischen Belastungen vorbeugt? Lohnt es sich überhaupt, sich zu dem Thema Gedanken zu machen? Und wie kann man denn feststellen, dass die Anstrengungen und Investitionen von Erfolg gekrönt sind? Jeder, der sich mit dem Thema psychische Gefährdung beschäftigt, hat diese Fragen schon einmal gehört. Oder sich selbst gestellt. Ich verrate Ihnen die Antworten!

Auf Stress richtig reagieren.Die Ingenieure in der Materialprüfung haben es gut – denn Material lässt sich messen, wiegen und auf Stabilität prüfen. Doch was macht man, wenn es nicht nur um Verhältnisse, also physische Eigenschaften, sondern um Verhalten geht, also psychische Eigenschaften? Moderne Studien haben festgestellt, dass es auch hier Zusammenhänge gibt. Eine psychische Belastung wirkt sich so aus, dass betrieblichen Kennzahlen dies abbilden können. „Der Körper ist der Spiegel der Seele!“ – die Vermutung des berühmten Christian Morgenstern scheint zu stimmen.

Nachfolgend erhalten Sie nun eine Auflistung der Kennzahlen:

  1. BGM-Kennzahl: Anzahl der Arbeitsunfähigkeitstage (AU):
    Psychische Belastungen können immer eine Stress-Reaktion und damit auch einen „Alarm-Zustand“ auslösen. Dieser führt zu Reaktionen im Körper – und geschieht dies über einen längeren Zeitraum, entstehen Krankheitsbilder, die keine organische Ursache haben: Psychosomatik!Natürlich ist nicht alles psychosomatisch – das wäre eine sehr gefährliche Aussage. Aber Krankenkassen kennen tatsächlich den Effekt, dass Rückenschmerzen oft keine organische Ursache haben. Sie haben aber eine sehr wichtige Auswirkung: Arbeitnehmer melden sich wegen dieser psychosomatischen Beschwerden nämlich genauso oft krank, wie wenn es sich um eine organische Krankheit wie zum Beispiel einen Bandscheibenvorfall handelt.
  2. BGM-Kennzahl: Anzahl Überstunden
    In meinem Profiratgeber „Psychische Belastungen am Arbeitsplatz“ finden Sie zu diesem Punkt einen ausführlichen Artikel, der detaillierte Vorschläge auflistet, um dieses Thema auch in Ihrem Unternehmen in den Griff zu bekommen. Sie können gerne die kostenlose Testversion hier bestellen: http://www.psychische-gefährdung-portal.de/
  3. BGM-Kennzahl: Fluktuationsrate
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  4. BGM-Kennzahl: Anzahl Resturlaub am Jahresende
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  5. BGM-Kennzahl: Anzahl BEM-Einladungen
    Wenn ein Arbeitnehmer in den letzten 365 Kalendertagen mehr als sechs Wochen krankgeschrieben war, verlangt der Gesetzgeber die Durchführung von BEM: Betriebliches Eingliederungs-Management. Sehr viele Arbeitgeber setzen diese Forderung auch um.Natürlich müssen nicht alle langdauernden Krankheiten Anzeichen einer psychischen Belastung am Arbeitsplatz sein. Aber: Wenn diese besteht, sind sehr oft viele AU-Tage die Folge!

    Die BGM-Kennzahl „Anzahl BEM-Einladungen“ zeigt sehr gut auf, ob es in einer Abteilung eine psychische Belastung gibt. Mobbing, Bossing, Staffing – alle diese Entwicklungen an Arbeitsplätzen können zu langen Krankzeiten führen und werden so aufgedeckt.

Ihre Gefährdungsbeurteilung hinsichtlich psychischer Belastungen – auch psychische Gefährdungsbeurteilung genannt – wird im Zuge der Umsetzung der GDA-Leitlinien natürlich diese Kennzahlen zur Inventarisierung/Erfassung der IST-Situation nutzen. Auf diesem Weg lassen sich Kosten sparen und regelmäßig auch Entwicklungen kontrollieren!